Über mich

  • staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin (Schwerpunkte: Psychomotorik, Kinästhetik, Entspannung, Snoezelen, Basale Stimmulation, Pflege)
  • Bachelor of arts (B.A.) Soziale Arbeit
  • Yogalehrerin

1984 wurde ich mit einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit geboren. Ich besuchte den  Regelkindergarten und die Regelschule. Ich wurde nach dem natürlich hörgerichteten Ansatz gefördert. Diese Förderungsmethode ermöglichte mir, eine artikulierte Lautsprache zu erwerben, mich vollends in die Gesellschaft zu integrieren und ein eigenständiges sowie zufriedenes Leben zu führen.

Im Laufe der Zeit und mit Hilfe unterschiedlichster Erfahrungen habe ich mir Bewältigungsstrategien angeeignet, die mir das Leben mit meiner Schwerhörigkeit erheblichst vereinfachen. Immer habe ich mich an meinen persönlichen Stärken orientieren und darauf aufbauen können. Somit konnte ich mir diese unterschiedlichen Strategien aneignen. Die Integration in die Gesellschaft ist ein ganz wertvoller Bestandteil um sich als ein eigenständiger sowie selbst bestimmender Mensch entwickeln zu können. Jeder Mensch mit einer Behinderung hat das Recht auf eine selbst bestimmende und selbst helfende Lebensweise, sowie sich in seinem Körper mit und auch ohne Behinderung als ein vollwertiger Mensch fühlen darf. Dies möchte ich durch den inklusiven Yogaunterricht sowie in meinen anderen Angeboten fördern und unterstützen.

Diese Fertigkeiten resultieren aus wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen sowie aus meinen eigenen Erfahrungswerten.

Mein Thema

Jeder Mensch hat „sein Thema“ und somit auch seine besonderen Merkmale. Mein Thema ist die Schwerhörigkeit. Ich bin seit meiner Geburt an taubheitgrenzend Schwerhörig. Menschen mit einer Behinderung sowie einer Schwer­hörigkeit werden selten von der Gesell­schaft verstanden, da z.B. eine Schwer­hörigkeit für einen hörenden Menschen schwer nach­zu­vollziehen ist. Genau dasselbe gilt auch für andere Behinderungen. Stigmatisierungsgedanken, Pauschalisierungen sowie Ausgrenzungen erschweren dem Menschen mit einer Behinderung die Integration in die Gesellschaft erheblich.

Die Beachtung der Einzigartigkeit und Individualität des Menschen sowie die Rücksichtnahme auf die individuellen Bedürfnisse ist für die persönliche Stärkung des Selbstwertgefühls  und der Psyche von großer Bedeutung.

Dieses habe ich an vielen Stellen in meinem Leben selber erfahren dürfen. Allerdings habe ich auch die Schattenseiten, Ausgrenzung, Stigmatisierung, das  Unverständnis und die Einsamkeit seien hier genannt, erleben müssen. Und das bestärkt mich, meine Erfahrungen positiv umzukehren und diese an Betroffene weitergeben zu können.

Nach meinem Studium (Soziale Arbeit) habe ich begonnen eine Ausbildung zur Yogalehrerin zu machen. Mit dieser Zusatzqualifikation möchte ich insbesondere auch Menschen mit einer Behinderung Yoga anbieten. Der Inklusive Yogaunterricht ist ein großer Bestandteil in meiner Arbeit. Hierbei wird auf jeden einzelnen Teilnehmer individuell eingegangen. Seine Stärken und Schwächen sowie Bedürfnisse stehen im Vordergrund. Der Yogaunterricht ist auch für Menschen mit Körperbehinderungen geeignet. Die Barrierefreiheit wird berücksichtigt.

In meiner beruflichen Laufbahn im sozialen Bereich habe ich viele Erfahrungen gesammelt. Heute stehen bei mir die Themen „Ressourcenorientierung“ und „Hilfe zur Selbsthilfe“ und die „Förderung der unterschiedlichen Sinne“ stets an erster Stelle.